Die meisten Menschen ziehen im Sommer um. Das ist verständlich, denn lange Tage und trockenes Wetter machen vieles einfacher. Aber Mietverträge richten sich nicht nach dem Wetter, und viele unserer Kunden ziehen genau dann um, wenn es draußen nass, kalt und früh dunkel ist. Das ist überhaupt kein Problem, wenn man ein paar Dinge weiß, die im Sommer keine Rolle spielen.
Ein Vorteil der kalten Jahreszeit wird dabei oft übersehen: In der Nebensaison haben Umzugsunternehmen mehr freie Termine. Wie sich das auf den Preis auswirken kann, zeigt diese Übersicht zu Umzugsfirma-Kosten in Berlin. In diesem Beitrag verraten wir Ihnen, wie wir Umzüge im Herbst und Winter planen und worauf Sie selbst achten sollten.
Warum ein Umzug in der kalten Jahreszeit Vorteile hat
Von Mai bis September sind Umzugstermine in Berlin heiß begehrt, vor allem an Monatsenden und Wochenenden. Wer im Oktober, November oder Januar umzieht, hat deutlich mehr Auswahl bei den Terminen. Das bedeutet mehr Flexibilität, manchmal kürzere Wartezeiten und in vielen Fällen auch mehr Spielraum beim Preis.
Dazu kommt ein Punkt, den viele unterschätzen: Im Hochsommer ist Tragen bei 30 Grad im vierten Stock ohne Aufzug eine echte Tortur, für unsere Helfer genauso wie für Sie. Bei kühlen Temperaturen arbeitet es sich deutlich angenehmer. Man muss nur vorbereitet sein auf das, was der Herbst und Winter mitbringen: Nässe, Glätte und frühe Dunkelheit.
Auch organisatorisch hat die kalte Jahreszeit ihre Vorzüge. Halteverbotszonen lassen sich außerhalb der Hauptsaison oft leichter einrichten, weil weniger andere Umzüge oder Baustellen um den gleichen Straßenabschnitt konkurrieren. Handwerker für Renovierungsarbeiten in der alten oder neuen Wohnung haben häufiger kurzfristig Kapazitäten. Und wer ohnehin Urlaub für den Umzug nehmen muss, bekommt ihn im November meist problemloser genehmigt als in den Sommerferien. Einzige Ausnahme sind die Wochen rund um Weihnachten und den Jahreswechsel. Dann sind viele Firmen im Urlaub, und die Termine werden wieder knapp.
Das Wetter im Blick behalten
Schauen Sie ab etwa einer Woche vor dem Umzug regelmäßig auf die Vorhersage. Verlässliche Prognosen und Unwetterwarnungen für Berlin finden Sie beim Deutschen Wetterdienst. So wissen Sie frühzeitig, ob Sie mit Regen, Schnee oder Frost rechnen müssen, und können Ihre Vorbereitungen darauf abstimmen.
Einen Umzug wegen normalen Regens zu verschieben, ist selten nötig. Bei Glatteis, Sturm oder starkem Schneefall sieht es anders aus. Sprechen Sie mit Ihrem Umzugsunternehmen im Vorfeld ab, was in solchen Fällen gilt. Wir melden uns bei extremen Wetterlagen proaktiv bei unseren Kunden und besprechen, ob und wie der Umzug sicher stattfinden kann.

Möbel und Kartons vor Nässe schützen
Feuchtigkeit ist der größte Feind beim Umzug im Herbst. Pappkartons weichen durch, Holzmöbel können aufquellen und Polster saugen sich voll. Deshalb gilt: Alles, was nass werden kann, wird geschützt. Wir wickeln Polstermöbel und Matratzen in Folie, empfindliche Holzmöbel in Decken und darauf eine Lage Stretchfolie. Kartons werden möglichst zügig zwischen Haustür und Transporter bewegt und nie draußen abgestellt.
Besonders bewährt haben sich Kunststoffboxen für empfindliche Dinge wie Papiere, Elektronik und Textilien. Matratzenhüllen und Sofahüllen sind im Winter ohnehin Pflicht. All das bekommen Sie übrigens direkt bei uns, schauen Sie einfach auf unsere Seite zum Packmaterial.
Frostempfindliche Gegenstände richtig transportieren
Bei Minusgraden gibt es Dinge, die im Transporter nicht zu lange ausharren sollten. Dazu gehören Zimmerpflanzen, die bereits nach kurzer Zeit in der Kälte Schaden nehmen können, aber auch Flüssigkeiten wie Reinigungsmittel, Farben oder Getränke, die gefrieren und Behälter platzen lassen können. Transportieren Sie diese Dinge am besten im eigenen, geheizten Auto.
Elektronik ist ein Sonderfall. Kommt ein kalter Fernseher oder Laptop in eine warme Wohnung, bildet sich Kondenswasser auf und in dem Gerät. Schalten Sie Geräte deshalb erst ein, wenn sie sich einige Stunden an die Raumtemperatur angepasst haben. Das gilt auch für Kühlschränke und Waschmaschinen. Bei Waschmaschinen sollten Sie außerdem vor dem Transport das Restwasser ablassen, damit im Frost nichts gefriert und Leitungen beschädigt.
Glätte und Laufwege: Sicherheit geht vor
Ein Sturz auf glattem Gehweg mit einem schweren Karton in den Händen kann schlimm ausgehen. Deshalb sind freie, sichere Laufwege im Winter das A und O. Klären Sie mit der Hausverwaltung, wer den Gehweg und den Hof räumt und streut, und bitten Sie im Zweifel darum, dass am Umzugstag besonders früh geräumt wird. Halten Sie selbst einen Eimer Streusand oder Granulat bereit.
Legen Sie in den Eingangsbereichen der alten und neuen Wohnung saugfähige Matten oder Pappe aus, damit sich keine Pfützen bilden. Nasse Fliesen im Hausflur sind mindestens genauso rutschig wie der vereiste Gehweg. Unsere Helfer tragen im Winter grundsätzlich Schuhe mit rutschfester Sohle. Wenn Freunde beim Tragen helfen, sollten auch sie auf festes Schuhwerk achten.
Kurze Tage: früh anfangen und für Licht sorgen
Im Dezember wird es in Berlin schon am Nachmittag dunkel. Das verkürzt die Zeit, in der sich bequem und sicher arbeiten lässt. Planen Sie deshalb einen frühen Start ein und rechnen Sie nicht damit, dass der Umzug bis in den Abend geht, ohne dass es ungemütlich wird.

Sorgen Sie dafür, dass in beiden Wohnungen überall Licht funktioniert. In der neuen Wohnung hängen oft nur nackte Kabel an der Decke. Eine Stehlampe oder ein paar Baustrahler mit Verlängerungskabel wirken hier Wunder. Auch das Treppenhaus sollte gut beleuchtet sein. Prüfen Sie, ob die Zeitschaltung des Treppenhauslichts lang genug ist, oder bitten Sie die Hausverwaltung, sie für den Umzugstag zu verlängern.
Heizung, Strom und Warmwasser rechtzeitig klären
Im Sommer fällt es kaum auf, wenn die neue Wohnung ein paar Tage ohne Heizung ist. Im Winter ist das ein echtes Problem. Klären Sie deshalb vorab, ob die Heizung in der neuen Wohnung funktioniert, und lassen Sie sie gegebenenfalls schon einige Tage vor dem Einzug auf niedriger Stufe laufen. So ist die Wohnung am Umzugstag nicht ausgekühlt, und Wände und Böden sind trocken.
Achten Sie während des Umzugs darauf, dass Haustür und Wohnungstür nicht stundenlang offen stehen. In der alten Wohnung ist das weniger schlimm, in der neuen aber kühlen Räume schnell aus. Wir arbeiten deshalb möglichst in Etappen und schließen die Türen zwischendurch.
Mit Puffer planen: der Winter braucht Zeit
Alles dauert im Winter ein wenig länger. Der Verkehr ist bei Regen zäher, Wege müssen vorsichtiger gegangen werden, und das Einpacken in Folie kostet zusätzliche Minuten pro Möbelstück. Planen Sie deshalb großzügig und verzichten Sie im Zweifel auf einen zweiten Termin am selben Tag, etwa die Schlüsselübergabe in der alten Wohnung am späten Nachmittag.

Wenn Sie unsicher sind, wie viel Zeit Ihr Umzug im Winter braucht, lassen Sie uns vorher einen Blick darauf werfen. Bei einer Besichtigung sehen wir Laufwege, Treppenhaus und Zufahrt und können realistisch einschätzen, was der Tag erfordert.
Nach dem Umzug: Feuchtigkeit vermeiden
Nach einem Umzug im Herbst oder Winter bringen Kartons, Möbel und Schuhe einiges an Feuchtigkeit in die neue Wohnung. Lüften Sie deshalb in den ersten Tagen regelmäßig und kräftig, am besten mehrmals täglich fünf bis zehn Minuten Stoßlüften bei weit geöffnetem Fenster. Stellen Sie große Möbel nicht direkt an kalte Außenwände, sondern lassen Sie einige Zentimeter Abstand, damit die Luft zirkulieren kann.
Packen Sie Kartons, die feucht geworden sind, möglichst schnell aus. Durchgeweichte Pappe ist ein idealer Nährboden für Schimmel, und den möchten Sie in Ihrem neuen Zuhause sicher nicht haben. Wenn Sie Ihren Umzug in der kalten Jahreszeit planen, sprechen Sie uns gerne über unser Kontaktformular an. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.
Häufig gestellte Fragen
Ist ein Umzug im Winter günstiger als im Sommer?
Oft ja. In der Nebensaison haben Umzugsunternehmen mehr freie Termine, wodurch häufiger Spielraum beim Preis und bei der Terminwahl besteht. Garantiert ist das aber nicht, vor allem nicht an Monatsenden.
Wird ein Umzug bei Schnee oder Glatteis verschoben?
Bei normalem Winterwetter findet der Umzug in der Regel statt. Bei extremer Glätte, Sturm oder starkem Schneefall wird gemeinsam entschieden, ob der Termin sicher durchgeführt werden kann.
Wie schütze ich Möbel beim Umzug vor Regen?
Mit Decken, Stretchfolie sowie speziellen Matratzen- und Sofahüllen. Kartons sollten zügig transportiert und nie draußen abgestellt werden.
Wann darf ich Elektrogeräte nach einem Umzug im Winter einschalten?
Warten Sie einige Stunden, bis sich die Geräte an die Raumtemperatur angepasst haben. Sonst kann sich Kondenswasser bilden und die Elektronik beschädigen.

