Wenn wir am Umzugstag eine Wohnung betreten, sehen wir nach wenigen Sekunden, wie der Tag laufen wird. Nicht an der Größe der Wohnung, sondern an den Kartons. Gleichmäßig gepackt, sauber verklebt, klar beschriftet: Dann geht es zügig und ohne Scherben. Halb offene Kisten, zentnerschwere Bücherkartons und lose Kabel dagegen kosten Zeit und manchmal auch Nerven.
Sie planen einen Umzug? Ihr Umzugsunternehmen Berlin unterstützt Sie von der Planung bis zum letzten Karton.
Die gute Nachricht ist: Richtig packen kann jeder lernen. Auch andere erfahrene Umzugsunternehmen in Berlin sehen es wie wir: Wer sorgfältig packt, spart am Umzugstag Zeit, Geld und Ärger. In diesem Beitrag verraten wir Ihnen die Tricks, die unsere Packer seit Jahren anwenden, und zeigen Ihnen, wie Sie Raum für Raum vorgehen.
Das richtige Material: an Kartons sollten Sie nicht sparen
Der häufigste Fehler beginnt schon vor dem ersten Handgriff: Es wird mit Bananenkisten aus dem Supermarkt, alten Schuhkartons und dünnen Versandkartons gearbeitet. Das spart vielleicht ein paar Euro, aber solche Kisten haben unterschiedliche Formen, lassen sich schlecht stapeln und reißen unter Last schnell ein. Im Transporter wird daraus ein wackeliger Turm.
Echte Umzugskartons sind aus doppelwelliger Pappe, haben Grifflöcher und tragen problemlos 20 bis 30 Kilogramm. Dazu brauchen Sie kräftiges Packband, Seidenpapier oder Packpapier, Luftpolsterfolie für Empfindliches und einen dicken Filzstift. Spezielle Kartons wie Bücherkartons oder Kleiderboxen mit Stange sind eine große Erleichterung. Das alles können Sie direkt über unsere Seite zum Packmaterial bestellen.

Die goldene Regel: schwer nach unten, leicht nach oben
Ein Karton sollte so gepackt sein, dass ihn eine Person ohne Verrenkungen tragen kann. Die einfachste Faustregel lautet: Je schwerer der Inhalt, desto kleiner der Karton. Bücher, Akten und Konserven gehören in kleine Kisten. Bettwäsche, Kissen und Handtücher dürfen in große.
Innerhalb eines Kartons gilt: Schweres unten, Leichtes oben. Und füllen Sie jeden Karton bis oben hin. Das klingt paradox, ist aber wichtig. Ein halb leerer Karton gibt beim Stapeln nach, knickt ein und beschädigt, was darunter liegt. Lücken füllen Sie mit Handtüchern, Socken oder zerknülltem Papier. Wenn Sie den geschlossenen Karton schütteln und nichts klappert, haben Sie alles richtig gemacht.
Geschirr und Gläser: so kommt alles heil an
Küche ist der Raum mit den meisten Scherben, und zwar fast immer aus demselben Grund: Teller werden flach gestapelt. Genau das sollten Sie vermeiden. Wickeln Sie jeden Teller einzeln in Papier und stellen Sie ihn hochkant in den Karton, wie in einem Geschirrspüler. So verteilt sich der Druck auf die stabile Kante und nicht auf die empfindliche Fläche.
So packen Sie einen Geschirrkarton Schritt für Schritt:
- Boden polstern: Legen Sie ein gefaltetes Handtuch oder eine Lage zerknülltes Papier auf den Kartonboden.
- Teller einzeln wickeln: Jeden Teller in Papier einschlagen und hochkant einstellen, nie flach stapeln.
- Gläser füllen und einwickeln: Innen etwas Papier hinein, außen einwickeln. Stielgläser bekommen am Stiel eine zusätzliche Lage.
- Lücken schließen: Freie Räume mit Papier oder Geschirrtüchern füllen, bis nichts mehr klappert.
- Deutlich beschriften: „Vorsicht Glas“ und „Oben“ auf mindestens zwei Seiten schreiben. Unsere Helfer achten darauf, aber nur, wenn sie es auch sehen können.
Bücher, Akten und Schweres: klein ist hier besser
Ein Umzugskarton voller Bücher kann schnell 40 Kilogramm wiegen. Das ist nicht nur für den Rücken eine Zumutung, sondern auch für den Karton. Packen Sie Bücher deshalb in spezielle Bücherkartons oder füllen Sie große Kartons nur zur Hälfte mit Büchern und oben mit leichten Sachen auf.
Legen Sie Bücher flach oder stellen Sie sie aufrecht mit dem Rücken nach unten. Wertvolle oder alte Ausgaben bekommen eine zusätzliche Lage Papier. Ordner mit wichtigen Unterlagen wie Mietvertrag, Versicherungspolicen und Ausweisdokumenten packen Sie am besten gar nicht in einen Umzugskarton, sondern nehmen sie persönlich mit. Die brauchen Sie im Zweifel genau dann, wenn der Karton ganz unten im Stapel steht.

Elektronik und Kabel: fotografieren, beschriften, sichern
Bei Fernseher, Computer und Musikanlage gibt es einen einfachen Trick, der Ihnen am neuen Ort viel Sucherei erspart: Fotografieren Sie die Rückseite der Geräte, bevor Sie irgendetwas abstecken. So wissen Sie später genau, welches Kabel wohin gehört. Kabel wickeln Sie einzeln auf, sichern sie mit einem Klettband und stecken sie in einen beschrifteten Beutel.
Wenn Sie die Originalverpackungen noch haben, sind diese immer die beste Wahl. Ansonsten gut in Decken oder Luftpolsterfolie wickeln. Flachbildfernseher transportieren wir grundsätzlich stehend, nie liegend, weil das Display sonst Schaden nehmen kann. Sichern Sie außerdem Ihre Daten vorher, das gilt für den Computer genauso wie für externe Festplatten.
Kleidung, Textilien und Bettzeug
Kleidung ist dankbar, weil sie kaum kaputtgehen kann. Trotzdem gibt es einen Unterschied zwischen „schnell reingestopft“ und „am neuen Ort sofort wieder anziehbar“. Hemden, Anzüge und Kleider transportieren Sie am besten hängend in Kleiderboxen. Sie nehmen die Bügel direkt aus dem alten Schrank und hängen sie im neuen wieder ein. Kein Bügeln, kein Suchen.
Pullover, T-Shirts und Wäsche können gefaltet in Kartons oder in Koffer und Reisetaschen. Die haben Sie ohnehin, also warum leer transportieren? Bettdecken und Kissen stopfen wir gerne in große Säcke oder nutzen sie als Polster für empfindliche Gegenstände. So erfüllt jedes Teil gleich doppelt einen Zweck.
Beschriften mit System: so finden Sie alles wieder
„Diverses“ ist die schlechteste Beschriftung, die ein Karton haben kann. Am neuen Ort weiß dann niemand, wohin er gehört, und Sie suchen tagelang nach dem Dosenöffner. Beschriften Sie deshalb jeden Karton mit zwei Angaben: dem Zielraum und einem Stichwort zum Inhalt, also etwa „Küche, Pfannen und Töpfe“.

Noch besser funktioniert ein Farbsystem. Jeder Raum bekommt eine Farbe, zum Beispiel Grün für die Küche und Blau für das Schlafzimmer. Die gleiche Farbe kleben Sie an die Tür des neuen Raums. Unsere Helfer können die Kartons dann ohne Rückfragen an den richtigen Platz stellen. Wer es ganz genau mag, nummeriert die Kartons zusätzlich und führt eine kurze Liste. Hilfreich ist dabei auch unsere Umzugsgutliste, in der Sie Ihr Inventar erfassen können.
Der Erste-Nacht-Karton: klein, aber unverzichtbar
Packen Sie einen Karton, der als letzter in den Transporter kommt und als erster wieder heraus. Darin ist alles, was Sie am ersten Abend und am nächsten Morgen brauchen: Toilettenpapier, Zahnbürste, Handtuch, Ladekabel, Wasserkocher, Kaffee, ein paar Teller und Besteck, Werkzeug für den Bettaufbau, Glühbirnen und natürlich Medikamente, falls Sie welche brauchen.
Dieser eine Karton ist oft der Unterschied zwischen einem entspannten ersten Abend und einer Suchaktion durch zwanzig Kisten um Mitternacht. Beschriften Sie ihn deutlich und transportieren Sie ihn im Zweifel im eigenen Auto.
Wann Sie mit dem Packen anfangen sollten
Fangen Sie früher an, als Sie denken. Für eine Zweizimmerwohnung sollten Sie mindestens zwei Wochen einplanen, wenn Sie nebenbei arbeiten. Beginnen Sie mit Dingen, die Sie selten brauchen: Bücher, Deko, Saisonkleidung, Keller und Dachboden. Die Küche und das Bad packen Sie zuletzt.
Und wenn die Zeit doch knapp wird, übernehmen wir das Packen auch komplett für Sie. Unser Packservice ist gerade bei kurzfristigen Umzügen beliebt. Auch dann gilt: Ein kurzer Anruf genügt, und wir finden eine Lösung.
Wenn es richtig eilig ist, etwa weil der neue Mietvertrag früher beginnt als geplant oder eine Wohnung kurzfristig geräumt werden muss, nutzen Sie am besten unsere Express-Anfrage. Geben Sie dort möglichst genau an, wie viele Kartons bereits gepackt sind und was noch fehlt. Dann können wir das Team so zusammenstellen, dass Packen und Transport an einem Tag erledigt sind. Erfahrungsgemäß schafft ein eingespieltes Packteam eine komplette Zweizimmerwohnung in wenigen Stunden, und zwar so, dass am neuen Ort nichts gesucht werden muss.
Nachhaltig packen und Kartons wiederverwenden
Umzugskartons sind robust genug für mehrere Umzüge. Nach dem Auspacken falten Sie sie flach zusammen und lagern sie trocken, verschenken sie in der Nachbarschaft oder geben sie an jemanden weiter, der gerade selbst umzieht. Luftpolsterfolie und Packpapier lassen sich ebenfalls mehrfach nutzen. Was wirklich nicht mehr zu gebrauchen ist, gehört in die Papiertonne. Hinweise zur richtigen Entsorgung von Verpackungen und zum Vermeiden von Abfall finden Sie beim Umweltbundesamt.
Häufig gestellte Fragen
Wie schwer darf ein Umzugskarton maximal sein?
Als Richtwert gilt: nicht mehr als 20 bis 25 Kilogramm. Der Karton sollte von einer Person ohne große Anstrengung getragen werden können. Schweres wie Bücher gehört deshalb in kleine Kartons.
Wie viele Umzugskartons brauche ich für meine Wohnung?
Als grobe Orientierung rechnen viele mit etwa einem Karton pro Quadratmeter Wohnfläche. Wer viele Bücher oder Hobbys hat, sollte großzügiger planen.
Sollte ich Schubladen und Schränke ausräumen?
Ja, in der Regel schon. Volle Schubladen machen Möbel schwer und instabil. Leichte, weiche Dinge wie Handtücher dürfen nach Absprache manchmal drin bleiben.
Wie packe ich Teller am besten ein?
Jeden Teller einzeln in Papier wickeln und hochkant in den Karton stellen, nie flach stapeln. So verteilt sich der Druck auf die stabile Kante.

